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Die Schulbücherei des Leibniz-Gymnasiums
Bibliotheksordnung

Die Schulbücherei des Leibniz-Gymnasiums

Multimediaräume, Internetzugang, vernetzte Klassenzimmer und Laptopstationen sind zunehmend Standard in den Schulen des Landes. Nach der Renovierungsphase wird das auch nicht nur im Neu- und Erweiterungsbau des Leibniz-Gymnasiums so sein, sondern auch im Altbau unserer Schule. Sind aber Google, Wikipedia und Co. hinreichende Garanten für eine schulische Bildung über die Lehrmaterialien hinaus?

 

Wir meinen nein, und deshalb ist unsere Schule stolz darauf, seit Jahren eine umfangreiche, aktuelle und auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Bibliothek zu besitzen.

Angefangen hat alles damit, dass die Schüler im 12. Jahrgang eine sogenannte Facharbeit, d.i. eine kleine wissenschaftliche Hausarbeit schreiben müssen. Da fiel es auf, dass es im Leibniz-Gymnasium gar keine Möglichkeit für Schüler gab, den Umgang mit wissenschaftlicher Literatur zu lernen, sachkundig Literatur zu einem Thema zu suchen und zusammenzustellen. Also entstand die Idee, den Bestand der eher verstaubten Lehrerbücherei zum Kern einer modernen Schulbücherei zu machen.

Das zweite Standbein der Schulbücherei ergab sich dann wie von selbst: Als die alten Pavillons für die Unterstufe abgerissen wurden, wurde auch die bis dahin vor allem von Schülern selbstverwaltete 'Unterstufenbibliothek' aufgelöst. Damit ergab sich für die Schulbibliothek eine neue Aufgabe: Es musste eine Möglichkeit gefunden werden, das Lesen aller Schüler von Klasse 5 an zu fördern: Viel zu viele Nicht-Leser sitzen ja in unseren Klassen. So entstand also, Stück für Stück, in der alten Sporthalle eine der größten Schulbüchereien des Regierungsbezirkes, wenn nicht des Landes.

Wenn in rund zwei Jahren auch sie in die laufende Renovierung einbezogen sein wird, wird sie vielleicht auch die schönste sein, denn langsam platzen wir aus allen Nähten.

Die Ausrichtung und Aktualität der Titel erlauben eine wissenschaftspropädeutische Arbeit in allen Fachbereichen, hinzu kommt ein umfangreicher Filmbestand auf DVD und ein angeschlossenes Selbstlernzentrum, das ständig online ist. Damit sind alle Möglichkeiten gegeben, um als Klasse oder Kurs, aber auch um individuell zu arbeiten.

Wir näheren uns der 30.000 Bücher, die aus Mitteln der Schule und mit der regelmäßigen Unterstützung des Fördervereins gekauft, aber auch durch Spenden von Lehrern, Eltern und Schülern zusammengetragen worden sind. Anfangs war die Bücherei im Grundsatz eine 'Präsenzbibliothek', d .h., die Bücher durften nicht ausgeliehen werden. Das konnte inzwischen organisatorisch geändert werden, obgleich die Einrichtung eines rechnergestützten Entleih- und Katalogisierungssystems noch nicht abgeschlossen ist, da die Betreuung und der Betrieb der Bücherei extrem arbeitsintensiv sind und diese Arbeit in der Freizeit aus idealistischen Gründen geleistet wird. Da bleibt kaum Zeit, große arbeitsintensive Neuerungen durchzuführen.

Damit ist aber aus der Not auch eine Tugend entstanden, denn seit einem Schuljahr ist der Betrieb der Schulbücherei zum größten gemeinsamen Projekt der Schulgemeinde des Leibniz-Gymnasiums geworden. Rund 25 Mütter und Väter unterstützen zwei verantwortlich zeichnende Lehrer und nur diese engagierte Elternbeteiligung macht es möglich, die Bücherei von morgens bis in die Nachmittagsstunden hinein für alle Mitglieder der Schulgemeinde ständig offen zu halten.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 15. Februar 2011 um 12:51 Uhr