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Literaturpreis 2007
Literaturpreis 2007

DER LITERATURPREIS DES LEIBNIZ-GYMNASIUMS 2007

Der Literaturpreis ist eine jährlich verliehene offizielle Auszeichnung des Leibniz-Gymnasiums Gelsenkirchen für herausragende Leistungen beim Verfertigen literarischer Texte, die im Rahmen eines Literaturwettbewerbs von einer Jury begutachtet werden. Der Förderverein der Schule sponsert den Preis mit großzügigen finanziellen Zuwendungen, vor allem aber auch mit Buchspenden.

Wettbewerbe gehören in unserer Zeit zum Alltag, ohne freilich Spiegel des Alltäglichen zu sein. Sie sind eigentlich aus der modernen Schule nicht wegzudenken, nehmen dort aber in aller Regel immer noch keinen bedeutsamen Platz ein. Zwar gibt es insbesondere im Sport schon seit langer Zeit innerschulische, schulübergreifende und auch außerschulische Wettbewerbe, in denen Schüler ihre über den Rahmen des Unterrichts hinausgehenden Fähigkeiten miteinander messen. Aber auch alle anderen Disziplinen enthalten prinzipiell die Möglichkeit, besondere Interessenschwerpunkte und Begabungen auf Wettbewerbe hin zu entwickeln und sich im Kreise der Interessierten miteinander zu messen und entsprechende Anerkennung für die eigene, besondere Leistung zu finden. So kennen wir bisher diverse Angebote dieser Art, oft von Stiftungen oder nationalen Institutionen ausgerichtet, vom Vorlesewettbewerb bis hin zu eher naturwissenschaftlich-technisch ausgerichteten Wettbewerben wie "Jugend forscht" oder gesellschaftlich-politischen Wettbewerben um den Preis des Bundespräsidenten etwa.

Im Fachbereich Deutsch hat bisher vor allem der vom Börsenverein für den deutschen Buchhandel angeregte Wettbewerb im Vorlesen für die 6. Jahrgangsstufe eine lange Tradition. Dabei wird in jeder 6. Klasse über einen längeren Zeitraum der Klassensieger, dann innerhalb der Schule im Rahmen eines besonderen Vorlesetages der schulbeste Vorleser ermittelt, der sich dann anschließend auf der Ebene der Stadt dem Wettbewerb mit den anderen Schulsiegern stellt. Mit der Verleihung eines Literaturpreises für Wettbewerber aus der Sekundarstufe II des Leibniz-Gymnasiums fügte sich seit dem Jahr 2005 ein weiterer Baustein der Fachschaft Deutsch in das Schulprogramm des Leibniz-Gymnasiums ein. Der Gedanke, besondere sprachliche Leistungen der Schulgemeinde zu veröffentlichen und auszuzeichnen, wurde aus der Tatsache geboren, dass dem kreativen Schreiben in der Schule - trotz aller curricularen Veränderungen - doch nur ein vergleichbar bescheidener Platz eingeräumt ist, der zudem allemal unter dem Odium aller schulischen Leistungsmessung steht: gleiche Voraussetzungen, gleiche Bedingungen, gleicher Verfertigungszeitraum. Dabei entwickeln Schüler in freien Wettbewerben oft mehr eigenen Antrieb, sie fordern sich selbst deutlich mehr, um bei dem freiwillig gewählten Leistungsvergleich bestehen zu können, auch wenn dann letztendlich kein Preis erzielt wird.

Das Verfahren zur Ausrichtung des Wettbewerbs selbst wird von einer Arbeitsgruppe bestimmt, die sich aus den Reihen der Eltern, der SchülerInnen und der Deutschlehrer zusammenfindet.

Im Ablauf ist vorgesehen:

  • die jährliche Ausschreibung von Wettbewerbsbedingungen, die sich flexibel mit den gemachten Erfahrungen ändern können;
  • eine Frist für den Abgabetermin;
  • ein Verfahren zur Sichtung und Wertung der Arbeiten;
  • ein Termin zur Abstimmung über die Preisträger;

- Verabredungen über die Preisvergabe, die Bestandteil einer Schulversammlung sein soll, in der SchülerInnen für beispielhaftes Verhalten bzw. ebensolche Leistungen in verschiedenen Bereichen des Schullebens öffentlich belobigt werden.

Die zum Wettbewerb eingereichten Beiträge müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  1. Bei den eingereichten Arbeiten muss es sich um deutsche Texte handeln.
  2. Die Texte können aus der Arbeit im Unterricht erwachsen sein oder auch unabhängig davon entstanden sein.
  3. Grundsätzlich sind alle literarischen Formen denkbar:
    • einzelne Gedichte und Gedichtsammlungen, Lied- und Songtexte
    • einzelne Geschichten und Kurzgeschichten,
    • Romane, auch Fotoromane
    • Szenische Texte, Einakter, Sketche, Hörspiele
  4. Ob Essays, Reportagen, Berichte u.ä. akzeptiert werden, entscheidet die Jury nach Maßgabe der literarischen Qualität der eingereichten Texte.
  5. Die Texte müssen Originaltexte sein, d.h. sie müssen von dem Verfasser stammen und dürfen noch bei keinem anderen Wettbewerb eingereicht worden sein.
  6. Mit dem Einreichen eines Textes zu dem Wettbewerb des Leibniz-Gymnasiums erklärt der Verfasser sich damit einverstanden, dass seine Arbeit ggf. auf der Homepage der Schule und in einer dem Wettbewerb gewidmeten Broschüre veröffentlicht wird.
  7. Alle Texte, soweit sie nicht bildliche Elemente enthalten, sollen als Word-Datei auf einer Diskette oder als CD-ROM fristgerecht bei den Mitgliedern der Jury abgegeben oder als Mailanhang an eine zu veröffentlichende E-Mail-Adressegeschickt werden.

Die Ergebnisse der ersten beiden Jahre 2005 und 2006 waren zahlenmäßig noch nicht überwältigend: zwischen 10 und 20 Teilnehmer pro Jahr haben sich am Wettbewerb beteiligt, wobei einige der vorgelegten Beiträge aber von ganz ausgezeichneter Qualität waren. So lag es nahe, in der dritten Runde ab dem Jahre 2007 Schüler aller Jahrgangsstufen zur Teilnahme einzuladen, um den Wettbewerb stärker im Schulleben auch der einzelnen Schüler zu verankern und letztendlich die 'Gilde der Schreibenden' zu vergrößern. Das heißt aber auch, dass wir den Wettbewerb jetzt auf alle Stufen bezogen habe, so dass für die Unter-, Mittel- und Oberstufe jeweils getrennte Preisträger ermittelt werden. Das ist, wie wir jetzt im Rückblick sagen können, eine erfolgreiche Strategie gewesen: Es haben sich etwa 15 Schülerinnen aus der Unter-, der Mittel- und der Oberstufe mit einem oder mehreren Texten am Wettbewerb beteiligt, von diesen etwa 45 Schülern (ca 4 % der Schüler unserer Schule) wurden 11 mit einem Preis ausgezeichnet, und verdient hätten es womöglich noch einige mehr.

Die Preisträger des Wettbewerbs werden mit ihren ausgezeichneten Beiträgen und der entsprechenden Lobrede/Kritik nicht nur auf der Homepage der Schule veröffentlicht, es wird der Schulgemeinde gleichzeitig eine Broschüre angeboten, in der die preiswürdigen Texte abgedruckt sind. So können Sie sich / so könnt ihr euch selbst davon überzeugen, was dieser Wettbewerb im Leben unsere Schule darstellt.

die Jury des Wettbewerbs

Yvonne Hölscher, Elke Philipsenburg, Folker Stamm, Max-W. Tullney

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. Februar 2010 um 17:39 Uhr