| Mo Mai 28 Pfingstmontag (Feiertag) |
| Di Mai 29 Pfingstferien |
| Do Jun 07 Fronleichnam (Feiertag) |
| Fr Jun 08 Unterrichtsfrei: Beweglicher Ferientag |
| Di Jun 12 @16:00 - 18:00 Begrüßung der neuen 5. Klassen / 1. Teil |
| Do Jun 14 @08:00 - 17:00 Begrüßung der neuen 5. Klassen / 2. Teil |
| Mo Jun 18 A1-A3 mündliche Abiturprüfung |
| Fr Jun 22 @11:00 - 12:00 Abschlussgottesdienst der Abiturienten |
| Fr Jun 22 @12:30 - 14:30 Entlassfeier der Abiturienten |
| So Jul 01 @17:00 - 19:00 Sommerkonzert Leibniz-Gymnasium |
| Geschichte: Das „Ruhrgebiet“ in der Geschichte |
| Projektkurse |
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Thema des Projektkurses
Das „Ruhrgebiet“ in der Geschichte Zuordnung zu einem Aufgabenfeld der SII Gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld Referenzfach/-fächer Geschichte Fachlicher Rahmen des Themas 1. Das Thema ist so offen, dass es eine große Bandbreite konkreter Differenzierungen und Umsetzungen erlaubt und so über mehrere Jahrgänge hinweg genutzt werden kann. 2. Das Thema kann wirklich als Projekt sinnvoll verwirklicht werden. 3. Das Thema erlaubt die Nutzung von Lernorten außerhalb der Schule: Museen, Dokumentationszentren, aber auch Überreste wie Gebäude, Industrieanlagen, Zeugnisse der frühen Infrastruktur usw. 4. Das Thema kann die konkrete Lebenswirklichkeit der Schüler mit einbeziehen. 5. Das Thema soll in einem starken Maße auf die Lokal- und Regionalgeschichte eingehen, also auf den Lebensraum der Schüler. 6. Das Thema erlaubt durch die Einbeziehung außerschulischer Lernorte eine sinnliche Erfahrung der Geschichte. 7. Das Thema erlaubt eine Öffnung zur nationalen, europäischen und sogar Weltgeschichte und gewinnt damit exemplarischen Charakter. 8. Das Thema erlaubt eine solch breite Konkretisierung und Differenzierung, dass jeder Geschichtslehrer und jeder Schüler dort ein „Spielfeld“ findet und sich - jenseits der Zwänge des Geschichtscurriculums - für ihn interessante und dennoch auch gesellschaftlich relevante Teilthemen wählen und methodisch angemessen entfalten kann. Inhaltliche Projektziele Verschiedene Themenbereiche aus der Wirtschafts-, Technik-, Kultur-, Politik-, Sozial-, Landschafts- und Ökologiegeschichte des Ruhrgebiets aus verschiedenen Epochen von der Frühgeschichte über Antike, Mittelalter, Neuzeit bis in die Gegenwart sind denkbar: 1. Wirtschaftlicher Wandel: Von den Jägern und Sammlern über die mittelalterliche Grundherrschaft zur Industrialisierung und zur Neustrukturierung der Wirtschaft seit den 60er-Jahren. 2. Wandel der Technik: im Agrarbereich (vom primitiven Fruchtwechsel und Einsatz primitiver Geräte zur modernen, industrialisierten Landwirtschaft: Maschinen, Chemie) in der Produktion (Handwerk, Manufaktur, industrielle Großbetriebe), in der Infrastruktur (Transportwege, Transportmittel) 3. Wandel der Kultur: von der adligen und landesherrschaftlichen Kultur (Klöster, Adelssitze, Kirchen) zur bürgerlichen Kultur und Arbeiterkultur des 19. und 20. Jahrhunderts 4. Wandel der politischen Verhältnisse: Territorial: von der mittelalterlichen, kleinteiligen Herrschaftsstruktur (Stadtrechte, Herrschaften von Klöstern, Bistümern und weltlichen Herrschern) über die Arrondierungen und Bereinigungen der Herrschaftsverhältnisse im 18. und 19. Jahrhundert und der Gründung Nordrhein-Westfalens nach 1945. Institutionell: mittelalterliche Herrschaftsstrukturen, Verfassungen des 19. Jahrhunderts, Demokratisierung im 20. Jahrhundert, das Ruhrgebiet im 3. Reich 5. Sozialer Wandel: Von der Feudalgesellschaft zur demokratisch-bürgerlichen Gesellschaft, von einer bäuerlichen Gesellschaft zu einer Arbeiter- und Angestelltengesellschaft, Zuwanderung aus anderen Teilen Deutschlands und aus dem Ausland seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, Rückgang der Bevölkerung seit der Mitte des 20. Jahrhunderts 6. Veränderungen der Landschaft: Veränderung der Landschaft unter dem Diktat einer zunehmenden Ausbeutung der natürlichen Ressourcen (landwirtschaftlich, merkantilistisch, industriell) 7. Ökologische Probleme: v.a. vom 18. bis zum 20. Jahrhundert unter der Wirkung der Kohleförderung, der Industrialisierung, der Veränderung der Infrastruktur, des Bevölkerungszuwachses
Mögliche Projektfelder, aus denen die Teilnehmer selbstständig ein individuelles Projekt wählen können: Sinnvoll ist es, sich auf ein thematisches Zentrum zu einigen, das dann ausdifferenziert werden kann. Die von den Schülern erarbeiteten Themen ergeben dann zusammen genommen ein sinnvolles Ganzes. Beispiele: Längsschnitte 1. Die territoriale Entwicklung des Ruhrgebietes: Die Schüler können sich je mit verschiedenen geistlichen, weltlichen und städtischen Herrschaften befassen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten die machtpolitischen Auseinandersetzunge im 18., 19. und 20. Jahrhundert untersuchen. 2. Der wirtschaftliche Wandel des Ruhrgebiets: Die Schüler können sich exemplarisch mit einzelnen Städten und Betrieben befassen und die Veränderung der Infrastruktur im Gefolge der Industrialisierung untersuchen 3. Gelsenkirchen und seine Geschichte (unter allen möglichen Aspekten) Querschnitt und Vergleich 4. Das Ruhrgebiet zu Beginn und am Ende des 19. Jahrhunderts: wirtschaftliche, territoriale, politische, demographische, ökologische Situation, wiederum an exemplarischen Beispielen erarbeitet. 5. Bürgerliche und Arbeiterkultur im 19. und im 20. Jahrhundert (Schulsystem, Bücher- und Pressemarkt, bürgerliche und proletarische Kultureinrichtungen, Sportvereine und die Rolle des Fußballs) 6. Das Ruhrgebiet in der Weimarer Republik, im 3. Reich und in der Zeit des Wiederaufbaus - eine exemplarische Untersuchung der Ursachen des 3. Reiches und seiner Folgen Die Themenschwerpunkte erlauben eine kombinierte Herangehensweise: Benutzung von Fachliteratur, Auswertung von Quellen, Untersuchung und photographische Dokumentation von Überresten wie Bauwerken, Geräten, Kunst, Gewerbeprodukten (in Städten, in der Landschaft, in Museen, auf Friedhöfen usw.), so dass die Entdeckerfreude der Schüler angeregt werden kann und ein vorzeigbares Produkt entstehen kann.
Um der Gefahr der Überforderung von Lehrern und Schülern vorzubeugen (immerhin geht der Projektunterricht nur mit 2 Stunden pro Woche in das Stundenkontingent von Lehrer und Schüler ein), sollten sich die ersten Durchläufe auf verschiedene Aspekte der Stadtgeschichte Gelsenkirchens konzentrieren, wo sich eine Zusammenarbeit mit dem Archiv, dem Dokumentationszentrum in Erle und dem Schloss Horst anbietet. Außerdem bietet die Stadt eine Reihe von Überresten aus der Zeit des Feudalismus, der Industrialisierung, der Kaiserzeit, der Weimarer Republik, des 3. Reiches, der Nachkriegsgeschichte und des gegenwärtigen Wandels an und ist zudem ein den Schülern bekanntes Gelände. Besondere angestrebte Produkte: 1. Fotoausstellung mit Erläuterungen 2. Powerpoint-Präsentation 3. Projektmappe 4. Vortrag mit Bilddokumenten
Außerschulische Partner, die einbezogen werden sollen: Für eine Zusammenarbeit mit Schülern offen und für das vorgeschlagene Thema geeignet sind: - das Museum für die Geschichte des Judentums in Westfalen in Dorsten - das Dokumentationszentrum in Erle (3. Reich) - das Archiv der Stadt Gelsenkirchen - das Römermuseum in Herten - das Archäologische Museum in Herne (mit wechselnden Themen) Bei den anderen in Frage kommenden Museen müsste, je nach dem gewählten thematischen Schwerpunkt, nachfragen: DASA in Dortmund, Ruhrland-Museum in Essen, Bergbaumuseum in Bochum, Schiffshebewerke in Datteln usw. Projektziele aufgeschlüsselt nach Kompetenzen: Fachkompetenzen: - Einsicht in die Veränderbarkeit von staatlichen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, religiösen Strukturen - Herausarbeiten der Ursachen für diese Wandlungsprozesse - Einordnung der lokalen und regionalen Prozesse in einen größeren Zusammenhang
Methodenkompetenzen: - Fähigkeit, Quellen und Überreste auszuwerten - Fähigkeiten, Sachtexte für das eigene Projektziel selektiv zu lesen und auszuwerten - Fähigkeit, die gewonnenen Erkenntnisse in einen auf das Untersuchungsproblem ausgerichteten Gedankengang zu fassen - Fähigkeit, die Ergebnisse in einer Mischung aus Gedankengang und Dokumentation anschaulich und leser- oder zuhörerorientiert darzubieten
Selbstkompetenzen: Organisation der Arbeit: - Formulierung eines Ziels der Untersuchung (thematisch, problemorientiert und in Hinblick auf eine Präsentation) - Entwicklung eines Zeitrasters (realistische Zeitfelder für die einzelnen Arbeitsschritte) - Klärung der notwendigen Arbeits- und Untersuchungsschritte (funktional und themen- und problemorientiert) - Beschaffung der Materialien - Kontakte zu „hilfreichen Stellen“ knüpfen und ausnutzen - Exkursionen einplanen und photographisch dokumentieren
Kooperationskompetenzen: - im Diskussionsprozess Herausarbeiten des Schwerpunktthemas - Absprache, Auswahl und Abgrenzung der passenden Unterthemen in der Diskussion mit den Mitschülern - Überprüfung der Zusammenarbeit mit Mitschülern bei der Beschaffung von Materialien, bei Exkursionen und bei Gesprächen mit „Helfern“ - Abstimmung bei der Präsentation der Ergebnisse
Beurteilungskriterien in bezug auf Unterrichtsbeiträge Bereitschaft, sich an Planungsprozessen und sich an Diskussionen sachgerecht, konstruktiv und rücksichtsvoll zu beteiligen und Ergebnisse der eigenen Arbeit vorzustellen Planungs- und Materialmappe Präsentation einer Mappe, einer Powerpoint-Präsentation, von kommentierten Bildern, eines mit Photos und sonstigen optischen Materialien angereicherten Vortrags, sachgerecht und gleichzeitig anschaulich und fesselnd. Selbstständige Themenfindung Entwicklung des Themas im Gespräch mit Lehrer und Mitschülern: Der Schüler macht dabei sein Interesse und seine Vorüberlegungen deutlich. Eigenständige Steuerung des Planungs- und Arbeitsprozesses Die Steuerung erfolgt im ständigen Austausch mit dem Lehrer: Der Lehrer registriert die Fortschritte im Planungs- und Arbeitsprozess Kooperative Steuerung etwaiger Gruppenprozesse Gemessen wird die zunehmende Kooperationsbereitschaft und - fähigkeit.
Entscheidend für die Bewertung ist das fertige Produkt und die Fähigkeit, das Produkt angemessen vorzustellen. |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 01. Mai 2011 um 10:55 Uhr |