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Aktuelles - Presseschau

Musical : Discobeats und schrille Kostüme

Gelsenkirchen-Buer, 07.02.2011, Robert Temminghoff

Discobeats vor historischer Bleiverglasung: In der Aula des Leibniz-Gymnasiums erlebte das Musical „Sweets“ seine Welturaufführung. Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool

 

Buer. Die Zuschauer in der Aula des Leibniz-Gymnasiums erlebten die Welturaufführung des Musicals „Sweets“.

Das hätten sich die Baumeister des Leibniz-Gymnasiums an der Breddestraße sicher nicht gedacht: Die prächtigen Bleiglasfenster in der Aula, Darstellungen der Ideale des Humanismus, werden durch Discobeats des Musicals „Sweets“ zum Zittern gebracht, davor tanzen junge Mädchen in schrillen Kostümen. Doch nicht nur optisch verband die Aufführung der Musical-AG modernen Tanz und traditionelle Themen.

Die Geschichte des Stücks ist kurz erklärt: Eine große Süßwarenfabrik fürchtet die Konkurrenz eines kleinen Geschäfts ein paar Straßen weiter. Die beiden Besitzer sind auf tragische Weise ineinander verliebt. Doch ob sie zueinander finden bleibt dabei bis zuletzt unklar.

Natürlich bot diese klassische Liebesgeschichte viel Platz fürs Singen und Tanzen. Schon bevor es richtig losging, konnten die etwa 130 Besucher einen kurzen Eindruck dafür bekommen, was sie später erwartete, wurde die Aula doch von zwei großen Baugerüsten dominiert.

„Wird hier auch umgebaut?“, fragte eine Besucherin dann auch gleich, doch die Gerüste gehörten zum Bühnenbild. Etwas verwunderlich war an diesem Abend übrigens, dass es hauptsächlich Eltern und Lehrer waren, die zum Musical erschienen. Selbst eine so bunte Aufführung, die beinahe überquillt mit aktuellen Popmusik-Hits, kann einen Schüler wohl nicht dazu bewegen, in seiner Freizeit eine Schule zu besuchen. Dass den Jugendlichen während des Stücks dann der ein oder andere Schnitzer passierte, sollte kein Zuschauer zu ernst nehmen. Schließlich sahen sie quasi eine Welturaufführung.

Sämtliche Einnahmen des Abend spendeten die Jugendlichen übrigens dem Kinder-Hospiz „Arche-Noah“ in Ückendorf. Das Spenden hat bei der Gruppe Tradition: Nach ihrer letzten Aufführung gaben sie ihre Einnahmen an die Gelsenkirchener Tafel.

Eine schöne Geste, besonders, da die Schüler auch im Vorfeld ihrer Aufführung wenig Mühen gescheut haben. Nicht nur, dass sie das Stück selber schrieben und ihre Tänze einstudierten. Auch das Bühnenbild und die Organisation lag ganz in ihrer Hand.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. Februar 2011 um 15:41 Uhr