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Unterricht neben der Baustelle
Aktuelles - Presseschau

Leibniz-Gymnasium : Unterricht neben der Baustelle

WAZ-LOGO Gelsenkirchen-Buer, 03.09.2010, Anna-Lea Knubben

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Im Altbau des Leibniz-Gymnasiums geben jetzt die Männer vom Bau den Ton an.
Foto: Olaf Fuhrmann / WAZ FotoPool

Buer. Die Schule hat begonnen - und damit setzen sich die Bauarbeiten am Altbau des Leibniz-Gymnasiums fort. Was voraussichtlich eineinhalb Jahre dauern wird, bedeutet sowohl für die Lehrer als auch für die 1231 Schülerinnen und Schüler eine große Umstellung.

„Wenn schon, denn schon richtig“, beschreibt Direktor Konrad Fulst die Baumaßnahmen, die bereits in den Sommerferien angefangen haben. Zuerst wird nun der Altbau, der für viele als Markenzeichen des Leibniz gilt, von innen auf Vordermann gebracht. In etwa drei Schulhalbjahren sollen also dort die Klassenräume saniert sein. Im Anschluss daran gilt es, den heutigen Verwaltungstrakt einschließlich Aula, Kunst- und Musikräume in Angriff zu nehmen. Zukünftig soll sich in diesen Bereichen des Gebäudes auch einiges an der Verteilung ändern: Das Erdgeschoss steht dann vollständig der Verwaltung zur Verfügung und nur noch die darüber liegenden Räume werden als Klassen- und Unterrichtsräume genutzt. Im derzeitigen Verwaltungsbereich entstehen dann ein größeres Lehrerzimmer sowie ein Konferenz- und ein Erste-Hilfe-Raum.

Nur noch die Wände

„Im Grunde genommen bleiben jetzt nur noch die Wände stehen“, so Schulleiter Fulst, der selber von den inzwischen kahlen Räumen beeindruckt scheint. Nach der Sanierung soll es auch Leitsysteme für Sehbehinderte, inklusive Raumkennzeichnung in Blindenschrift, geben. Für Rollstuhlfahrer wird die Schule dann jedoch immer noch nicht geeignet sein. Auch an neuester Technik wird nicht gespart, alle Klassenräume bekommen eine Leinwand und einen Beamer und im ganzen Gebäude ist ein Netz für kabellosen Internetzugang vorgesehen.

Aufgrund dieser Arbeiten mussten viele Klassenräume verlegt werden. Zusätzlich zu den drei vorhandenen Containern, die nach dem Bau des neuen Gebäudes stehen blieben, schaffte die Stadt neun weitere an, die nun den gesamten Schulhof zieren. Dorthin wurden nach den Ferien die Klassenräume der Jahrgangsstufe 9 als auch mehrere Kurse der Oberstufe verlagert. „Um die jüngeren Schüler zu schonen“, so Fulst, wurden die Klassen 5 bis 8 im Erweiterungsbau untergebracht.

Natürlich sei das Unterrichten in den Containern ziemlich gewöhnungsbedürftig, dennoch dürfe der Unterricht selber nicht darunter leiden, betonte der Mathematiklehrer. Was die Klassen jetzt bräuchten, wären eigene Ideen zur wohnlichen Gestaltung dieser etwas anderen Art von Räumen, um es sich selbst schön einzurichten. Direktor Fulst: „Ab und zu vermisst man auch mal seinen alten Fachraum, aber es geht schon, man kann auch in den Containern arbeiten“.

Was während dieser Maßnahme von besonderer Bedeutung ist, sind gegenseitige Rücksichtnahme, Flexibilität, wenn es um spontane Raumänderungen geht, und vor allem Geduld. „Aber da müssen wir jetzt durch, dafür haben wir es dann hinterher alle schöner“, bemerkt der Schulleiter, da außer den jetzigen Stufen 12 und 13 noch alle Schüler etwas von den neuen Räumen haben werden.

Fulst Trotz der vielen Umstände freut sich die Schule über die Sanierung. Und darüber, dass dabei die Struktur des Altbaus erhalten bleibt. „Das ist schließlich charakteristisch für unsere Schule“, so Konrad Fulst.


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 07. September 2010 um 19:31 Uhr