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| Tag der offenen Tür |
| Aktuelles - Presseschau |
Buer : Drei Schulen in vier StundenGelsenkirchen-Buer, 16.12.2009, Wolfgang Laufs
Annette von Droste Hülshoff tut es, Leibniz ebenso wie Max Planck: Die drei Gymnasien in Buer bereiten sich auf den 16. Januar vor, um sich mit einem Tag der offenen Tür zu präsentieren und bei Eltern und Grundschulkindern, die vor einem Schulwechsel stehen, ein möglichst positives Bild zu hinterlassen.
Im engen Zeitfenster zwischen 9 und 13 Uhr besteht die Möglichkeit, sich über die vielfältigen Angebote und Schwerpunkte der Schule zu informieren. „Für eine intensive Begutachtung aller drei Schulen verbleibt keine Zeit”, kritisiert WAZ-Leser Michael Sidzik, dessen Sohn vom kommenden Schuljahran eine weiterführende Schule besuchen wird. Für Ulrich Schramma, Koordinator für die Erprobungsstufe am Leibniz-Gymnasium, zählt der Tag der offenen Tür zu den „wichtigsten Veranstaltungen im Laufe eines Schuljahres”. Auch deshalb, weil an einem solchen Tag nicht nur die Weichen für die weitere Schullaufbahn der Grundschulkinder gestellt werden. Denn die Zahl der zukünftigen Anmeldungen entscheidet letztlich auch über die Zukunft der weiterführenden Schule. Schramma kennt das Dilemma, in dem Eltern stecken. Vier Stunden für drei Schulen: wenig Zeit für Eltern und Kindern, erst recht, wenn sie sich in ihrer Entscheidung noch nicht festgelegt haben. Aber Schramma verweist ebenso wie seine Kollegin Nathalie Colomb-Hansmann vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium auf die Stadt, die diesen Termin vorgegeben habe. „Wir haben keine andere Wahl”, betont die stellvertretende Koordinatorin vom AvD. Doch Martin Schulmann, Sprecher der Stadtverwaltung, entgegnet: „Der Termin für den Tag der offenen Tür wird nicht von der Stadt festgelegt. Das ist eine Entscheidung allein der Schulen.” Auch wenn nur ein paar Schritte über den Schulhof zwischen dem AvD und dem Max-Planck-Gymnasium liegen, bleibe nur wenig Zeit für Experimente, Führungen und Spiele. „Die Verständigung auf einen gemeinsamen Termin hat auch einen Vorteil, nämlich die unmittelbare Vergleichbarkeit”, so Nathalie Colomb-Hansmann. Auch am Max-Planck-Gymnasium sei gelegentlich von Elternseite Kritik geübt worden. „Wir bedauern, dass Eltern bisweilen gehetzt umherlaufen”, sagt Koordinatorin Ulrike Tullney. Ihrer Erfahrung nach seien Tage der offenen Tür nicht die einzige Entscheidungsgrundlage: „Grundschuleltern informieren sich über die Angebote der jeweiligen Schule schon sehr früh.” Und sie kennt auch das Gladbecker Beispiel, auf das Michael Sidzik verweist. Dort gebe es „Schnuppertage für Viertklässler” und Elterninformationstage, die den getrennten Tagen der offenen Tür vorgeschaltet seien. Das mache die Entscheidungsfindung nicht einfacher. Ulrike Tullney: „Denn dann müssen sich die Familien gleich drei Samstage freihalten.”
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. Februar 2010 um 11:07 Uhr |