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Schüler auf Weltreligionenreise
Aktuelles - Nachrichten

Weltreligionenreise

Erstmalig unternahm das Leibniz-Gymnasium mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe acht eine „Weltreligionenreise“, um christliche, muslimische und jüdische Gotteshäuser und Gemeinden besser kennen zu lernen. Hierzu brauchten die Mädchen und Jungen im Kulturhauptstadtjahr nicht weit verreisen: die Exkursion unter dem Motto „Begegnung in religiösen Räumen“ führte sie durch das Ruhrgebiet.

In Begleitung von Bernd Malecki und Christian Griese brach die Gruppe am Donnerstagvormittag von Buer nach Essen auf, um zunächst in der russisch-orthodoxen Gemeinde Station zu machen.

Gemeindepfarrer Wiktor Aleksejew und Ingo Willimowski nahmen sich ausgiebig Zeit, um den Mittelstufenschülern das Innere der Krypta an der Wickenburgstraße zu erklären. Besonders fasziniert zeigten sich die Jugendlichen von der Pracht der Ikonen, deren Bedeutung für den orthodoxen Glauben sie anschaulich dargelegt bekamen.

Vom Stadtteil Fronhausen führte die Rundreise weiter zum Ursprung Essens in den Hohen Dom. Der alte Sakralbau mit seiner fast 1200jährigen Geschichte lud die Mädchen und Jungen dazu ein, dem Gemäuer seine Geheimnisse zu entlocken, wobei die Grablege der Bischöfe eine besondere Faszination auf die Gruppe ausübte. Der sonst unbetretbare Raum wurde den Leibniz-Schülern extra zugänglich gemacht, wobei sich manche gar an eine Kulisse aus den Abenteuerfilmen des Indiana Jones erinnert fühlten.

Aus der Essener City kehrten die Bueraner schließlich zurück in die Gelsenkirchener Innenstadt, wo die Gymnasiasten bereits zu einer Führung durch die jüdische Synagoge erwartet wurden. In der Synagoge nahm sie jedoch nicht nur Gemeindeleiterin Judith Neuwald-Tasbach, sondern auch ein Fernsehteam der WDR-Lokalzeit in Empfang, welches zu Filmaufnahmen vor Ort war und die Schülerinnen und Schüler während ihrer Besichtigung kurzum portraitierte. Der Besuch des Neubaus galt für die Heranwachsenden vor allem deshalb als Glücksfall, da sie das Judentum thematisch zuvor ausgiebig im Religionsunterricht behandelt hatten.

Letzte Station machten die Exkursionsteilnehmer in der Türkische Moschee Katernberg. Auch diesen Sakralbau bekamen sie durch einen Vertreter des Gemeindevorstandes erklärt, der zugleich das muslimische Gemeindeleben darlegte und sich umfangreichen Fragen aus der Gruppe stellte.

Die Pracht der Mosaike und des Raumschmucks bot einen eindrucksvollen Abschluss der Rundreise zwischen Essen und Gelsenkirchen, welche die Jugendlichen als abwechslungsreich und interessant werteten. Die in der Nachbarschaft beheimatete Vielfalt galt allen dabei als besonders eindrucksvoll. Der WDR sendet seinen Bericht heute ab 19:30 Uhr in der Lokalzeit.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 22. April 2010 um 16:50 Uhr